Rasendoktor · Diagnose

Maulwurf im Rasen, erkennen & behandeln

Ein Maulwurf im Rasen zeigt sich durch lockere, feinkrümelige Erdhügel, die scheinbar über Nacht aus der Grasnarbe geschoben werden. Ihre Gräser frisst er nicht, er lebt von Regenwürmern, Insektenlarven und Engerlingen und ist damit fachlich ein Nützling. Wichtig zu wissen: Der Maulwurf (Talpa europaea) ist in Deutschland nach BNatSchG und Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Er darf weder gefangen noch verletzt oder getötet werden, auch nicht im eigenen Garten. Erlaubt sind ausschließlich Vergrämen und mechanisches Fernhalten.

Lesezeit: ca. 6 Min.
Behandelbar: Nur vergrämen oder fernhalten
Beste Zeit: Bei Neuanlage (Barriere), sonst ganzjährig
Frischer, lockerer Maulwurfshügel aus feinkrümeliger Erde mitten in einer gepflegten Rasenfläche
Betroffen sind meistens
Ganzjährig; besonders auffällig im Frühjahr und Herbst, wenn der Boden feucht und wurmreich ist Lockere, feinkrümelige Erdhügel mit mittigem Auswurf; die Grasnarbe wird von unten durchstoßen Alle Rasenarten, der Maulwurf interessiert sich für den Boden, nicht für die Gräser Humose, feuchte, wurmreiche Böden; Gärten an Wiesen-, Feld- oder Waldrändern besonders häufig

Diagnose auf einen Blick

Ursache Grabender Insektenfresser auf Wurmjagd im Boden
Typische Jahreszeit Ganzjährig aktiv, sichtbar meist Frühjahr und Herbst
Schweregrad Rein optisch, der Rasen selbst bleibt gesund
Behandelbar Geschützt: nur vergrämen oder mechanisch fernhalten
Schwierigkeit
Leicht Mittel Schwer
Kann ich das selbst behandeln? Nur eingeschränkt selbst lösbar

Hügel abtragen und nachsäen können Sie problemlos selbst, und Vergrämen mit Erschütterung oder Geruch ist schnell aufgestellt, nur wirkt es unzuverlässig, der Maulwurf weicht meist nur ein paar Meter aus und kommt zurück. Dauerhaft fernhalten lässt er sich praktisch nur mit einer Barriere im Boden, und die bekommen Sie sinnvoll nur bei einer Neuanlage unter den Rasen. Fangen, Töten oder Vergiften ist verboten und kommt deshalb als Lösung nicht in Frage.

Soforthilfe

Was jetzt zu tun ist

Das sollten Sie jetzt tun
  • Machen Sie zuerst die Artbestimmung: Maulwurf oder Wühlmaus? Beim Maulwurf ist der Hügel groß, locker und feinkrümelig, der Erdauswurf sitzt mittig, der Gang liegt tief und mündet mittig unter dem Hügel. Bei der Wühlmaus ist der Hügel flacher, unregelmäßig, mit Gras- und Pflanzenresten durchsetzt, der Auswurf liegt seitlich
  • Wurzeltest: Ziehen Sie an welkenden Pflanzen in der Nähe. Lassen sie sich leicht hochziehen und sind die Wurzeln angefressen, war es die Wühlmaus, der Maulwurf frisst keine Pflanzenteile
  • Verwühlprobe: Öffnen Sie einen Gang auf etwa 30 cm Länge und lassen Sie ihn offen. Der Maulwurf verschließt die Stelle meist schon nach wenigen Stunden mit Erde von unten; die Wühlmaus verschließt sie ebenfalls, oft aber mit Pflanzenmaterial. Auch der Querschnitt hilft: Maulwurfgänge sind rund und glatt, Wühlmausgänge queroval
  • Hügel abtragen, solange die Erde trocken ist, mit Schaufel oder Rechen abnehmen, nicht in den Rasen einbürsten. Die Erde ist hervorragende, wurzel- und steinfreie Blumenerde für Beet, Topf oder Hochbeet
  • Die freigelegte Stelle andrücken oder anwalzen, damit der Gang darunter zusammensinkt, und anschließend mit Rasensamen nachsäen und feucht halten
  • Wenn Sie vergrämen wollen: Erschütterungsquellen wie in den Boden gesteckte Windräder oder Ultraschallstäbe entlang der Gänge setzen, gerne kombiniert mit Geruchsquellen (Buttermilch, zerdrückter Knoblauch, Hundehaare) direkt in geöffnete Gänge
Das sollten Sie vermeiden
  • Keine Fallen, kein Gift, kein Ausräuchern, keine Karbid- oder Gaspatronen: Der Maulwurf ist besonders geschützt, Fangen, Verletzen und Töten sind verboten, gelten als Ordnungswidrigkeit und können mit Bußgeld geahndet werden. Wirkungslos ist es obendrein, weil der nächste Maulwurf das freie Revier innerhalb weniger Wochen übernimmt
  • Den Hügel nicht mit dem Rasenmäher überfahren, die Steine und die Erde ruinieren das Messer und die Erde wird in die Grasnarbe verteilt
  • Nicht die feuchte Erde in den Rasen einharken: Sie ersticken damit die Halme großflächig und haben statt eines Hügels eine kahle Fläche
  • Nicht auf Hausmittel vertrauen, die als Dauerlösung verkauft werden, Vergrämen verschiebt den Maulwurf, es entfernt ihn nicht
  • Bei Verdacht auf Wühlmaus nicht einfach loslegen, ohne die Art sicher bestimmt zu haben: Die Wühlmaus dürfen Sie bekämpfen, den Maulwurf nicht

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Wühlmaus
WühlmausFlache, unregelmäßige Hügel mit Pflanzenresten, seitlicher Auswurf, und angefressene Wurzeln. Sie ist nicht geschützt und darf bekämpft werden.
Engerlinge
EngerlingeGelbe Flecken, Rasen lässt sich wie ein Teppich abheben, keine Erdhügel, häufig aber der Grund, warum der Maulwurf überhaupt bei Ihnen gräbt.
Kahle Stellen im Rasen
Kahle Stellen im RasenFehlstellen ohne Erdauswurf und ohne Gänge, dann steckt kein Tier dahinter, sondern Trittbelastung, Verfilzung oder ein Düngerfehler.
Braune Flecken im Rasen
Braune Flecken im RasenVerfärbte Stellen bei intakter Bodenoberfläche: Ein Maulwurf hinterlässt Hügel und Gänge, keine braunen Flecken.

Symptome

So erkennen Sie Maulwurf

  • Lockere, feinkrümelige Erdhügel, oft handtellergroß bis kopfgroß, mittig aufgeworfen und ohne Pflanzenreste in der Erde
  • Die Hügel erscheinen scheinbar über Nacht, häufig mehrere entlang einer Linie, das ist der Verlauf des Hauptgangs
  • Die Grasnarbe rundherum ist intakt, die Halme sind gesund grün und werden nicht angefressen
  • Keine welkenden Pflanzen, keine angenagten Wurzeln, Knollen oder Zwiebeln, der Maulwurf ist reiner Insekten- und Wurmfresser
  • Stellenweise aufgewölbte, weiche Rasenstreifen: oberflächennahe Jagdgänge, die beim Betreten nachgeben
  • Beim Abstechen eines Gangs: runder, glatter Querschnitt, deutlich tiefer liegend als bei der Wühlmaus
Reihe frischer Maulwurfshügel entlang eines Hauptgangs in einer sonst intakten Rasenfläche
Typische Verwechslungen
  • Wühlmaus: Der entscheidende Unterschied, weil er über die Rechtslage entscheidet: Die Wühlmaus frisst Wurzeln, Knollen und Zwiebeln, Pflanzen welken und lassen sich leicht aus dem Boden ziehen. Ihre Hügel sind flach, unregelmäßig, mit Gras- und Pflanzenresten durchsetzt, der Auswurf liegt seitlich, der Gang setzt seitlich am Hügel an und ist queroval. Der Maulwurf frisst keine Pflanzenteile, seine Hügel sind locker, feinkrümelig, mittig aufgeworfen, die Gänge rund und tiefer. Die Wühlmaus ist nicht geschützt und darf bekämpft werden, der Maulwurf nicht.
  • Engerlinge: Engerlinge fressen die Graswurzeln, der Rasen wird fleckig gelb und lässt sich wie ein Teppich abheben. Erdhügel gibt es keine. Verwirrend wird es, wenn beides zusammen auftritt: Wo viele Engerlinge im Boden sitzen, findet der Maulwurf reichlich Nahrung und gräbt entsprechend eifrig. Der Maulwurf ist dann nicht die Ursache, sondern das Symptom eines Engerlingsbefalls.
  • Ameisen im Rasen: Ameisenhaufen bestehen aus sehr feinem, sandigem Material, das zwischen den Halmen nach oben rieselt, ohne die Grasnarbe zu durchstoßen. Bei genauem Hinsehen sind die Tiere selbst zu erkennen. Maulwurfshügel bestehen aus grober, feuchter Gartenerde und werden als geschlossener Kegel von unten hochgedrückt.
  • Kahle Stellen im Rasen: Nach dem Abtragen eines Hügels bleibt zunächst eine kahle Stelle zurück, das ist eine Folge des Maulwurfs, keine eigenständige Ursache. Kahle Stellen ohne Erdauswurf, ohne Gänge und ohne Hügel entstehen dagegen durch Trittbelastung, Verfilzung, Pilzbefall oder Düngerfehler.

Ursachen

Wie entsteht Maulwurf?

Boden Feuchte, humose, gut durchlüftete Böden mit hohem Regenwurmbestand sind das ideale Maulwurfrevier, genau die Böden, die auch für Rasen die besten sind. Ein Maulwurf im Garten ist deshalb, so unbeliebt er ist, ein Zeichen für lebendigen Boden.
Pflege Regelmäßiges Wässern hält den Oberboden feucht und die Regenwürmer in Reichweite, bewässerte Rasenflächen sind in trockenen Sommern oft die einzige lohnende Jagdfläche weit und breit und ziehen den Maulwurf dann geradezu an.
Nährstoffe Ein starker Engerlingsbesatz im Boden ist ein Festmahl und hält den Maulwurf dauerhaft auf der Fläche. Wer den Engerlingsbefall in den Griff bekommt, entzieht ihm einen Teil der Nahrungsgrundlage.
Feuchtigkeit Nach Regenphasen im Frühjahr und Herbst steigen die Würmer in die oberen Bodenschichten, dann gräbt der Maulwurf besonders aktiv und die Hügel häufen sich innerhalb weniger Tage.
Pilze / Schädlinge Der Maulwurf (Talpa europaea) frisst Regenwürmer, Insektenlarven und Engerlinge, keine Pflanzenwurzeln. Er lebt als Einzelgänger in einem Revier von mehreren hundert bis über tausend Quadratmetern; ein einziges Tier kann einen ganzen Garten mit Hügeln überziehen.

Behandlung

Maulwurf behandeln, Schritt für Schritt

  1. 1
    Art sicher bestimmen, Maulwurf oder Wühlmaus

    Bevor Sie irgendetwas tun, klären Sie, wer da gräbt: Verwühlprobe (Gang auf 30 cm öffnen, offen lassen und beobachten, womit er verschlossen wird), Wurzeltest an welkenden Pflanzen und Gangquerschnitt (rund und glatt = Maulwurf, queroval mit angenagten Wurzeln = Wühlmaus). Das ist keine Formalie: Beim Maulwurf sind Fang und Tötung verboten, bei der Wühlmaus erlaubt.

  2. 2
    Hügel abtragen und Erde weiterverwenden

    Nehmen Sie die Hügel bei trockener Witterung mit Schaufel oder Rechen ab, statt sie einzuharken. Die Erde ist feinkrümelig, wurzelfrei und steinfrei, als Blumenerde für Beete, Töpfe und Hochbeete ist sie besser als vieles aus dem Sack. Drücken Sie die freigelegte Stelle anschließend fest, damit der Gang darunter zusammensinkt.

  3. 3
    Vergrämen, ehrlich betrachtet

    Erschütterung (in den Boden gesteckte Windräder, Ultraschallstäbe) und intensive Gerüche (Buttermilch, zerdrückter Knoblauch, Hundehaare direkt in geöffnete Gänge) stören den Maulwurf tatsächlich. Die Wirkung ist aber begrenzt und unzuverlässig: Meist weicht er nur ein paar Meter aus und gräbt an anderer Stelle weiter. Als Dauerlösung sollten Sie das nicht einplanen.

  4. 4
    Fernhalten mit einer Barriere im Boden

    Die einzige verlässliche Methode ist eine mechanische Sperre: ein Schutzvlies oder engmaschiges Gitter unter der Rasenfläche. Unser Maulwurf STOP Vlies wird bei der Neuanlage unter dem Rollrasen ausgelegt; der Maulwurf gräbt weiter darunter, kann die Grasnarbe aber nicht mehr durchstoßen, während der Rollrasen mit seinen Wurzeln hindurchwächst. An den Rändern muss die Sperre tief genug eingegraben werden, sonst gräbt er außen herum.

  5. 5
    Nachsäen und die Fläche schließen

    Wo Hügel standen, sind kahle Stellen. Lockern Sie die Stelle oberflächlich an, säen Sie mit Rasensamen nach, drücken Sie an und halten Sie die Fläche zwei bis drei Wochen gleichmäßig feucht. Bei vielen oder großen Fehlstellen ist ein Stück Rollrasen die schnellere Lösung, die Fläche ist sofort wieder geschlossen.

Wann wird der Rasen wieder gesund?

Erste Verbesserung Sofort nach dem Abtragen der Hügel, optisch ist die Fläche noch am selben Tag wieder ordentlich
Vollständige Erholung Nachgesäte Stellen sind in 3–6 Wochen geschlossen; ein Stück Rollrasen ist sofort dicht und nach 2–3 Wochen angewachsen
Pflegeaufwand mittel
Worauf achten Machen Sie sich klar, dass es hier keine Heilung gibt, sondern eine Entscheidung: entweder Sie leben mit dem Maulwurf und tragen die Hügel ab, oder Sie bauen bei der Neuanlage eine Barriere unter den Rasen. Vergrämen ist der Kompromiss dazwischen, und der hält meist nicht lange.

Wie lange Ruhe herrscht, hängt davon ab, wie attraktiv Ihr Boden ist. Ein wurm- und engerlingreicher, feuchter Garten am Feldrand wird nach dem Abwandern eines Tieres oft innerhalb weniger Wochen wieder besetzt, das Revier bleibt nicht lange frei. Nur die mechanische Barriere entkoppelt Ihre Rasenfläche dauerhaft von dieser Frage.

Hedderich empfiehlt

Wir sagen unseren Kunden beim Maulwurf immer dasselbe, und es gefällt nicht jedem: In den meisten Gärten ist die vernünftigste Lösung, ihn in Ruhe zu lassen. Er frisst kein Gras, er lockert den Boden, er holt Ihnen die Engerlinge heraus, und rechtlich haben Sie ohnehin nur Vergrämen und Fernhalten zur Wahl. Tragen Sie die Hügel bei trockenem Wetter ab, verwenden Sie die Erde für die Beete, drücken Sie die Stelle an und säen Sie nach. Das ist eine halbe Stunde Arbeit im Monat und günstiger und ehrlicher als jedes Wundermittel. Wenn Sie eine Fläche haben, bei der Hügel wirklich nicht gehen, Spielrasen, Repräsentationsfläche, Sportfläche –, dann lösen Sie es an der einzigen Stelle, an der es sich sauber lösen lässt: bei der Neuanlage, mit einem Schutzvlies unter dem Rollrasen. Nachträglich ein Vlies einzuziehen bedeutet, den Rasen komplett aufzunehmen. Wer neu anlegt und weiß, dass Maulwürfe in der Gegend sind, sollte deshalb gleich mitdenken.

Vorbeugen

Maulwurf vorbeugen

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Häufige Fragen zu Maulwurf

Darf ich einen Maulwurf fangen?

Nein. Der Maulwurf (Talpa europaea) ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz in Verbindung mit der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Er darf weder gefangen noch verletzt oder getötet werden, auch nicht auf dem eigenen Grundstück und auch nicht, um ihn woanders auszusetzen. Verstöße sind eine Ordnungswidrigkeit und können mit einem Bußgeld geahndet werden. Erlaubt sind ausschließlich das Vergrämen (Vertreiben) und das Fernhalten mit einer mechanischen Barriere.

Was hilft wirklich gegen Maulwürfe?

Ehrliche Antwort: dauerhaft nur eine mechanische Barriere im Boden, ein Schutzvlies oder engmaschiges Gitter unter der Rasenfläche, an den Rändern tief genug eingegraben. Vergrämen mit Erschütterung (Windräder, Ultraschallstäbe) oder Geruch (Buttermilch, Knoblauch, Hundehaare) stört ihn zwar, wirkt aber unzuverlässig: Meist weicht er nur ein paar Meter aus und gräbt dort weiter. Alles, was mit Fangen, Gift oder Ausräuchern arbeitet, ist verboten, und wäre ohnehin sinnlos, weil das freie Revier schnell nachbesetzt wird.

Frisst der Maulwurf meinen Rasen?

Nein. Der Maulwurf ist ein Insektenfresser: Er lebt von Regenwürmern, Insektenlarven und Engerlingen und rührt keine Pflanzenwurzeln an. Ihr Rasen leidet nicht unter ihm, das Problem ist rein optisch, die Erdhügel und die aufgewölbten Gänge. Fachlich ist er sogar ein Nützling: Er lockert den Boden und frisst Ihnen die Engerlinge weg, die tatsächlich an den Graswurzeln fressen. Wenn Pflanzen welken und sich leicht hochziehen lassen, war es nicht der Maulwurf, sondern die Wühlmaus.

Maulwurf oder Wühlmaus, wie erkenne ich das?

Am Hügel und am Fraßbild. Der Maulwurfshügel ist groß, locker, feinkrümelig, ohne Pflanzenreste, der Auswurf sitzt mittig, der Gang liegt tiefer und mündet mittig unter dem Hügel; im Querschnitt ist er rund und glatt. Der Wühlmaushügel ist flacher, unregelmäßiger, mit Gras- und Pflanzenresten durchsetzt, der Auswurf liegt seitlich, der Gang ist queroval. Der sicherste Test: Wurzeln prüfen. Sind Wurzeln, Knollen oder Zwiebeln angefressen und lassen sich Pflanzen leicht hochziehen, ist es die Wühlmaus. Zusätzlich hilft die Verwühlprobe: Öffnen Sie einen Gang auf etwa 30 cm und lassen Sie ihn offen, der Maulwurf verschließt ihn meist binnen weniger Stunden mit Erde von unten, die Wühlmaus oft mit Pflanzenmaterial.

Kommt der Maulwurf wieder?

In aller Regel ja. Ein Maulwurfrevier umfasst mehrere hundert bis über tausend Quadratmeter, und ein feuchter, wurmreicher Garten ist ein gutes Revier. Wandert ein Tier ab oder wird es vergrämt, ist die Fläche oft schon nach wenigen Wochen wieder besetzt, von einem anderen Maulwurf aus der Nachbarschaft. Genau deshalb bringt Vergrämen langfristig so wenig: Sie verschieben ein Tier, Sie ändern nichts an der Attraktivität Ihres Bodens. Nur eine Barriere entkoppelt Ihre Rasenfläche dauerhaft davon.

Hilft Maulwurf STOP dauerhaft?

Ja, aber nur an der Stelle, wo es liegt, und es muss richtig eingebaut sein. Das Maulwurf STOP Vlies wird bei der Neuanlage unter dem Rollrasen ausgelegt und verhindert, dass der Maulwurf die Grasnarbe von unten durchstößt; der Rollrasen wurzelt durch das Vlies hindurch in den Boden und wächst normal an. Der Maulwurf gräbt darunter weiter, das lässt sich nicht verhindern, aber er kommt nicht mehr durch. Entscheidend ist, dass die Fläche vollständig ausgelegt und die Sperre an den Rändern tief genug eingegraben wird, sonst gräbt er außen herum. Auf eine bestehende Rasenfläche lässt sich das Vlies nicht nachträglich einziehen, ohne den Rasen aufzunehmen.

Was mache ich mit der Erde aus den Maulwurfshügeln?

Weiterverwenden. Die Erde stammt aus tieferen Bodenschichten, ist feinkrümelig, praktisch wurzel- und steinfrei und dadurch hervorragende Blumenerde für Beete, Töpfe und Hochbeete. Tragen Sie die Hügel bei trockener Witterung mit Schaufel oder Rechen ab, statt sie in den Rasen einzuharken, feuchte Erde in der Grasnarbe erstickt die Halme und Sie haben statt eines Hügels eine kahle Fläche. Die freigelegte Stelle andrücken, nachsäen, feucht halten.

Kann ich das Schutzvlies nachträglich unter meinen bestehenden Rasen bringen?

Nicht ohne den Rasen aufzunehmen. Das Vlies muss flächig unter der Grasnarbe liegen, damit es wirkt, nachträglich bedeutet das: Rasen abtragen, Vlies auslegen, Rollrasen verlegen. Deshalb ist der richtige Zeitpunkt immer die Neuanlage. Wenn Ihr bestehender Rasen bleiben soll, bleiben Ihnen realistisch nur zwei Wege: die Hügel regelmäßig abtragen und nachsäen oder es mit Vergrämen versuchen, wobei Sie da wissen sollten, dass das Ergebnis unzuverlässig ist.

Weitere Rasenprobleme

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